Über 200 Mitwirkende musizieren Haydns „Schöpfung“

 

Das diesjährige Winterkonzert von Chor und Orchester der Universität Witten/Herdecke verspricht Überraschungen: Mit über zweihundert Mitwirkenden führen Chor und Orchester der Universität Witten/Herdecke am 19.1.2020 „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn (1732-1809) in einer neuen, ganz eigenen Fassung auf. Universitätsmusikdirektor Ingo Ernst Reihl bezieht das gesprochene Wort in seine Interpretation des Werkes mit ein. Die biblische Schöpfungsgeschichte erklingt dabei in der bildreichen Übersetzung von Martin Buber und wird durch Auszüge aus dem poetischen Hauptwerk „Gesänge des Universums“ des nicaraguanischen Dichters Ernesto Cardenal umrahmt. Cardenal setzt hier seinen christlichen Glauben und verschiedene Schöpfungsmythen zu astrophysikalischen, sozialen und politischen Aspekten in Beziehung. „Wir geben dem Oratorium die gesellschaftlich-politische Dimension zurück, die es an der Schwelle zum 19. Jahrhundert zweifelsohne hatte“, schreibt Ingo Ernst Reihl im umfangreichen Programmheft. „Mir kommt es inzwischen gar so vor, dass nicht ich, sondern gleichsam Haydns Musik selbst die ‚fremden‘ Texte aussuchte und einordnete.“ Das Publikum erwartet ein stimm- und wortgewaltiges Nachspüren des Entstehens der Welt.

Als Sprecher konnte kein geringerer als der Kammerschauspieler Claus Dieter Clausnitzer gewonnen werden, der neben seiner lebenslangen Theaterarbeit auch als Loriot-Sketchpartner, als taxifahrender „Vadder“ im Münster-Tatort und durch weitere TV-Serien wie „Knallerfrauen“ oder „Rote Rosen“ ein breites Publikum begeistert. Die hoch virtuosen Solopartien sind prominent besetzt durch die Sopranistin Myung-Hee Hyun, den Tenor Leonhard Reso und den Bassbariton Almas Svilpa.

 

Karten für 15 Euro sind an der Abendkasse erhältlich. Schülerinnen, Schüler, Studierende und Geflüchtete haben freien Eintritt.

Aufführungen:

Donnerstag 16. Januar 2020 um 20 Uhr im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen

Sonntag, 19. Januar 2020 um 18 Uhr in der Liebfrauenkirche Holzwickede.


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